Bilder wirken schnell und direkt. Blitzschnell wissen wir, ob sie gut sind oder böse, sympathisch oder feindlich, ob sie anziehen oder abstossen.
Bilder werden nicht als Bilder wahrgenommen. Wir sehen und bewerten, was das Bild zeigt: Ein lächelndes Gesicht, ein beschlagenes Glas Bier, ein Stück Käse oder einen Mann im Anzug. Und weil wir Bilder ganzheitlich erfassen, entgeht uns nicht die kleinste Kleinigkeit. Im Gegenteil — ein feiner Farbton, ein Übergang, ein bisschen zu wenig oder zu viel Licht entscheiden darüber, ob ein Bild uns fasziniert, Lust macht oder ob wir es übersehen oder uns abgestossen fühlen.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, sagt man. Stimmt. Aber was es sagt, hängt stark davon ab, wie sorgfältig und wie gekonnt es bearbeitet wurde.
